Online-Pressemitteilungen sind ein wirkungsvolles Instrument der digitalen PR, um Unternehmensnews und Information über Produkte und Services gezielt zu verbreiten. Eine gute Online-Pressemitteilung ist aber weit mehr als nur ein Informationstext – sie ist ein wichtiges Werkzeug, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, von Kunden und Medienkontakten gefunden zu werden und das Ranking in Suchmaschinen zu verbessern. Besonders Presseportale spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie sorgen für mehr Reichweite, bessere Sichtbarkeit in Suchmaschinen und helfen, neue Zielgruppen zu erreichen.
Doch viele Unternehmen schöpfen das Potenzial ihrer Pressemitteilungen nicht vollständig aus – oft, weil sie grundlegende Regeln der Online-PR und Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht beachten.
In diesem Beitrag erfahren Sie sieben häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten, damit Ihre Online-Pressemitteilungen professionell wirken, von Presseportalen akzeptiert und in Google & Co. optimal gefunden werden.
1. Formfehler vermeiden – Struktur ist entscheidend
Schon kleine Formfehler können dazu führen, dass Presseportale eine Veröffentlichung ablehnen. Eine gute Online-Pressemitteilung folgt denselben Grundregeln wie eine klassische Mitteilung:
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Überschrift (Headline): prägnant, informativ und mit relevantem Keyword
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Teaser (Einleitung): 2–3 Sätze mit den wichtigsten Informationen
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Haupttext (Body): 3–5 Absätze mit Zwischenüberschriften für bessere Lesbarkeit
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Abbinder (Boilerplate): kurze Unternehmensbeschreibung
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Kontaktinformationen: Ansprechpartner, E-Mail, Website

💡 Tipp:
Vermeiden Sie Sonderzeichen oder Formatierungen aus Textverarbeitungsprogrammen. Kopieren Sie Ihren Text vor dem Hochladen in einen einfachen Texteditor, um Formatierungsfehler bei der Eingabe in Presseportalen zu verhindern.
2. Werbung statt Information – das häufigste Ausschlusskriterium
Ein häufiger Fehler: Pressemitteilungen, die klingen wie Werbetexte.
Rein werbliche Inhalte sind nicht nur für Leser uninteressant, sondern werden auch von den meisten kostenlosen Presseportalen abgelehnt.
Setzen Sie stattdessen auf informative Inhalte mit Nachrichtenwert.
Beantworten Sie die klassischen W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wie?
So vermitteln Sie journalistischen Mehrwert – ein Pluspunkt sowohl für Redaktionen als auch für Suchmaschinen.
3. Keyword-Spamming – zu viele Schlagworte schaden
Keywords sind entscheidend für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Pressemitteilungen. Sie sorgen dafür, dass Ihr Text besser gefunden wird.
Aber Vorsicht: Zu viele Keywords (sogenanntes Keyword-Flooding) machen den Text unlesbar und können von Google abgestraft werden.
Empfehlungen:
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Keyword-Dichte: ca. 2–5 % (2–5 Nennungen pro 100 Wörter)
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Verwendung: nur in relevantem Kontext, natürlich eingebunden
💡 Tipp:
Nutzen Sie SEO-Tools wie den Google Keyword Planner, um passende Suchbegriffe zu finden. Achten Sie auch auf Varianten – etwa Singular/Plural oder Schreibweisen mit und ohne Bindestrich. Schon kleine Unterschiede können die Auffindbarkeit beeinflussen.
4. Link-Flooding – Qualität vor Quantität
Backlinks sind wertvoll für das SEO-Ranking, aber zu viele Links in einer Pressemitteilung wirken schnell unseriös.
Viele Presseportale lehnen Texte mit übermäßigen Verlinkungen sogar ab.
Empfehlung:
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Setzen Sie maximal ein bis zwei Links pro Pressemitteilung.
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Platzieren Sie Links sinnvoll, z. B. im Abbinder oder bei den Kontaktinformationen.
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Vermeiden Sie auffällige oder werbliche Linkformulierungen.
Fazit: Weniger ist mehr – Qualität und Relevanz sind entscheidend.
5. Der Fehlerteufel lauert: Rechtschreibung und Schreibweisen
Nichts wirkt unprofessioneller als eine Pressemitteilung voller Tippfehler.
Fehlerfreie Texte sind nicht nur seriöser, sondern auch besser für Suchmaschinen lesbar.
Achten Sie auf:
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korrekte Rechtschreibung und Grammatik
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einheitliche Schreibweisen Ihrer Keywords
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Konsistenz bei Produktnamen, Marken und Zahlenformaten
Schon kleine Unterschiede – etwa Online-Pressemitteilung vs. Online Pressemitteilung – können das Suchergebnis beeinflussen.
💡 Tipp:
Nutzen Sie ein Rechtschreib- oder SEO-Tool (z. B. Grammarly oder LanguageTool), bevor Sie Ihre Pressemitteilung veröffentlichen.
6. Fehlende oder falsch eingesetzte Zitate
Zitate verleihen Pressemitteilungen Persönlichkeit und journalistische Glaubwürdigkeit.
Viele Unternehmen verzichten jedoch darauf – oder setzen sie falsch ein.
So geht es richtig:
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Verwenden Sie 1–3 aussagekräftige Zitate von Verantwortlichen, Experten oder Partnern.
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Formatieren Sie sie korrekt („…“, Name, Funktion, Unternehmen).
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Verwenden Sie Zitate, um Meinungen oder Einschätzungen zu vermitteln – keine bloßen Werbebotschaften.
Suchmaschinen werten Zitate oft gesondert aus, wodurch sie in den News-Ergebnissen besser sichtbar werden können.
7. Bilder: Urheberrechte beachten und Quellen angeben
Bilder erhöhen die Aufmerksamkeit und unterstützen die Botschaft Ihrer Pressemitteilung – aber nur, wenn sie korrekt verwendet werden.
Ein oft übersehener, aber gravierender Fehler ist der falsche Umgang mit Bildern. Denn Bilder sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt und müssen entsprechend lizenziert und gekennzeichnet sein.
Beachten Sie:
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Verwenden Sie nur eigene Bilder oder lizenzfreie Fotos aus seriösen Quellen.
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Geben Sie immer den Urheber und ggf. die Bildquelle an.
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Nutzen Sie beschreibende Dateinamen und Alt-Texte, um Ihre Bilder auch für SEO zu optimieren.
💡 Tipp:
Portale wie Pixabay, Pexels oder Unsplash bieten kostenlose, rechtssichere Bilder – prüfen Sie dennoch immer die jeweiligen Lizenzbedingungen.
💡 Weitere Informationen zur Rechtssicherheit für Pressemitteilungen:
- Bilder in Online-Pressemitteilungen: Kennzeichnungspflicht und Urheberrecht
- Leitfaden Online-Recht für Social Media und Online-PR
- Das sollten Sie in puncto Bildrecht im (Social) Web wissen! (Interview mit Rechtsanwalt Thomas Schwenke )
- Bildrecht: Das sollten Sie bei der Bildnutzung beachten (Interview mit Rechtsanwalt Jens Ferner)
Fazit: Professionelle Pressemitteilungen vermeiden Fehler und schaffen Vertrauen
Ob für Journalisten, Kunden oder Suchmaschinen – eine gute Online-Pressemitteilung überzeugt durch Struktur, Relevanz, Lesbarkeit und Rechtssicherheit.
Wenn Sie diese sieben Fehler vermeiden, erhöhen Sie die Akzeptanz Ihrer Mitteilungen auf Presseportalen, verbessern Ihre Sichtbarkeit im Internet und stärken langfristig das Image Ihres Unternehmens.
Weiterführender Tipp
👉 Lesen Sie auch unseren Leitfaden: 10 Tipps für erfolgreiche Pressemitteilungen und erfahren Sie, wie Sie Ihre Online-Pressemitteilungen Schritt für Schritt professionell aufbauen.
10 Tipps für Online-Pressemitteilungen

Expertin für Content Marketing, Online PR und Social Media. Autorin und Bloggerin. Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der ADENION GmbH.
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