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Monitoring für PR-Veröffentlichungen

PR-Meldungen werden heutzutage crossmedial geteilt – meist angefangen mit einer Veröffentlichung auf der eigenen Presseseite, werden Sie mit Hilfe von Distribustionsservices über Presseportale, Newsseiten, Magazine, Blogs, Content Plattformen und Social Media Netzwerke sowie an Journalisten und Redaktionen verbreitet.

Doch die vielfältigen Verbreitungsmöglichkeiten von Meldungen stellen PR-Verantwortliche in Hinblick auf das PR-Monitoring vor neue Herausforderungen. Sie müssen die gesamte Medienlandschaft, von Presseportalen bis hin zu den Social Media beobachten und gleichzeitig die klassischen Medien: Print, Hörfunk und TV nicht aus dem Blickfeld verlieren.

PR-Monitoring: Selbst in die Hand nehmen oder einen Medienbeobachter beauftragen?

Für das Monitoring einer PR-Meldung stehen Ihnen heutzutage unterschiedliche Methoden und Instrumente zur Verfügung. Ob Startup, Agentur oder Großkonzern, PR-Monitoring ist auch mit kostenfreien Instrumenten möglich. Wie und mit welchen Hilfsmitteln Sie Ihren PR-Erfolg messen und auswerten können, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Websitecontrolling


Erfolgsmessung einer Weihnachts-PR-Kampagne mit Google Analytics

Erste Informationen liefert die eigene Website. Mithilfe einer Zugriffsstatistik kann der Erfolg der veröffentlichten Meldungen gemessen werden. Hierüber kann erfasst werden, wie viele Visits auf eine Meldung entfallen, welche News am häufigsten gelesen werden, wie die durchschnittliche Verweildauer der Leser auf den einzelnen Seiten der Domain ist ode wie hoch die Absprung- oder Ausstiegsrate ist.

Dabei sollte auch festgehalten werden, ob die Leser über die organische Suche auf Ihrer Seite landen oder ob der Traffic über Presseportale, Magazine, Blogs, Social Media und Co entsteht.

Als Tool für das Websitecontrolling eignet sich Google Analytics.  

Monitoring über Suchmaschinen


Suchergebnisse bei Google für die Pressemitteilung: “Google My Business Leitfaden: Mit Google Beiträgen zu mehr Sichtbarkeit”.

Für die Suche nach PR-Veröffentlichungen, kann auch der Titel einer PR-Meldung durch die Eingabe mit Anführungszeichen („Phrase“) in den Suchmaschinen erfolgen. Auf diesem Weg erhalten Sie bei Ihrer Suche nur Treffer, die exakt den Wortlaut des Titels Ihrer Meldung enthalten.

Um ein möglichst genaues Ergebnis zu erreichen, empfiehlt es sich, ein “privates Fenster” sowie die weltweit meistgenutzte Suchmaschine “Google” zu nutzen.


Ergebnisse bei Google News zu der Keywordphrase: “Google My Business Leitfaden”

Weitere kostenlose Dienste sind Google News, Bing News oder Yahoo News. Diese bieten eine Volltextsuche in mehreren hundert Nachrichtenquellen.

News Alerts


Erstellung von Google News Alerts und Ergebnis als E-Mail

PR-Monitoring zum Nulltarif bieten die News Alerts der weltweit beliebtesten Suchmaschinen Google. Schlüsselwörter (beispielsweise der eigene Unternehmensname oder Keywords aus einer PR-Meldung) können als Alert angelegt werden.

Sobald einer Ihrer Suchbegriffe von den Crawlern erfasst wird, erhalten Sie die entsprechenden Beiträge als E-Mail oder per RSS-Feed.

Blog- und Social Media Search

Um sich einen besseren Überblick über die Veröffentlichungen im Social Web zu verschaffen, gibt es eine Reihe von kostenlosen und kostenpflichtigen Tools, die entweder auf bestimmte Portale oder Social Media spezialisiert sind oder solche, die gleich mehrere Quellen durchsuchen.

Mit Twitter Search können alle Tweets nach Firmen- und Produktnamen oder bestimmten Stichwörtern durchsucht werden. Für den Microbloggingdienst Twitter gibt es zudem einen E-Mail-Alert-Dienst, namens Twilert, der alle Tweets nach vorher festgelegten Schlüsselbegriffen scannt und die Ergebnisse als E-Mail verschickt. Ebenfalls können Sie mit Tweetdeck Ihre gesamte Twitter-Aktivität überwachen, andere Accounts beobachten und aus dem Tool heraus auf Kommentare und Nachrichten antworten.

Nutzen Sie die Facebook-Analytics um herauszufinden, zu welchen Zeiten Ihre Posts die größte Reichweite erzielen und welche Themen bei Ihrer Zielgruppe auf Facebook am meisten Engagement auslösen.

Die Portale Boardreader und Social Mention (engl.) durchsuchen parallel Blogs, Microblogs, Kommentare, Bookmarks, Bilder, Videos und Nachrichten nach Suchbegriffen. Social Mention zeigt Ihnen auch einen Social Rank an, der darstellt, wie oft die Begriffe gesucht wurden und ob der Grundtenor im Kontext der Suchbegriffe positiv, neutral oder negativ ist.

Ein weiteres kostenloses Tool, um Monitoring zu betreiben, ist Netvibes. Mit Netvibes lassen sich viele Monitoring-Tools auf einer personalisierbaren Startseite in sogenannten Widgets und mit bestimmten Suchbegriffen konfigurieren: Podcasts, Social Community Accounts, E-Mail-Nachrichten, RSS-Feeds, Bookmarks und News Alerts. So können alle Online-Aktivitäten, Nachrichten und Suchergebnisse auf einem Blick überwacht werden.

PR-Monitoring über Medienbeobachter und PR-Dienstleister

Während Sie sich mit den vorgestellten, kostenfreien Instrumenten bereits einen guten Überblick über Ihre Erfolge und erreichten Kommunikationsziele verschaffen können, empfehlen wir für ein umfassendes und zeitsparendes Monitoring Instrumente, wie: PR-Reports, Presseclippings, Medienresonanzanalysen und individuelle Monitorings, die Sie bei Medienbeobachtern und PR-Agenturen in Auftrag geben können.

PR-Report

Ausschnitt aus einem PR-Report zur Pressemitteilung:
„Google My Business Leitfaden: Mit Google Beiträgen zu mehr Sichtbarkeit“.

Für die Suche nach veröffentlichten Pressemitteilungen auf Presseportalen bietet der Onlinedienst PR-Gateway ein spezielles Reporting-Modul an. Der PR-Report zeigt an, wann und auf welchen Portalen die PR-Meldung veröffentlicht wurde und ermittelt außerdem die Suchergebnisse der bekanntesten Suchmaschinen, unter anderem Google, Yahoo und Bing, über den Real Time Monitor.

Presseclipping

Presseclippings sind kostenpflichtige Angebote der Medienbeobachter und PR-Agenturen, bei denen Medien, wie Presseportale, Newsseiten, Firmenhomepages, Blogs und Foren und Social Media nach vorher ausgewählten Stichworten durchsucht und nach zusammengestellt werden

Die Ergebnislisten “Clippings” erhalten Sie anschließend in Ihrem gewünschten Format, meist handelt es sich um PDF oder XML zugesandt. Die Clippings enthalten:

  • Titel der Online-Publikation
  • Link zum Beitrag
  • Datum und Zeitpunkt des ersten Auffindens

Medienresonanzanalyse

Beispiel: Medienresonanzanalyse zur Sonderaktion „Rettungsgasse“ erstellt von pressrelations, unter https://www.pressrelations.de/blog/medienresonanzanalyse-zur-sonderaktion-rettungsgasse-der-johanniter-unfall-hilfe/.

Die Medienresonanzanalyse Ist ein umfassendes “Clipping” der veröffentlichten Beiträge. Zusammengestellt bietet die Sammlung an Presseclippings eine gute Basis für eine Medienresonanzanalyse.

Die Presse-Clippings sollten für die Erstellung wie folgt analysiert werden:

  • Welche Websites und Portale berichten über das Unternehmen?
  • Wie ist der Artikel innerhalb des Portals platziert?
  • Gibt es Leserkommentare zum Beitrag?
  • Wie ist der Grundtenor der Kommentare?

Optional lässt sich die Medienresonanzanalyse um eine Umfeld- oder Konkurrenzanalyse erweitern. So können Unternehmen Informationen darüber erhalten, welche Aktivitäten und PR-Strategien die Mitbewerber vornehmen und wie die eigene Position am Markt ist.

Media Monitoring über einen Medienbeobachter

Individuelles Dashboard im Analyse- und Monitoringportal
NewsRadar® X.

Ein individuelles und umfangreiches  Monitoring können Sie bei entsprechenden Dienstleistern, beispielsweise pressrelations, in Auftrag geben. Medienbeobachter arbeiten mit Tools – zum Teil aus eigener Entwicklung – die Daten auf der Basis von Millionen Quellen sammeln und diese in Analyseportalen zur Auswertung bereitstellen.

Auf diese Weise erhalten Sie gezielte Analysen Ihrer PR- und Kommunikationsarbeit und können selbst bestimmen, wie umfangreich Ihr PR-Monitoring ausfallen soll. Sie haben die Möglichkeit, die gesamte Medienlandschaft beobachten zu lassen, können sich aber auch nur auf die Social Media oder Online-Medien beschränken. Erfahren Lektoren und Analysten erarbeiten mit Ihnen gemeinsam eine Monitoring Strategie und passen Ihr PR-Monitoring jederzeit an Ihre persönlichen Anforderungen an.

Vergleichsreports, wie der “Marktüberblick Monitoring Lösungen”, für welchen contentmanager.de 11 Monitoring Tools anhand von 126 Kriterien miteinander verglichen hat, können Ihnen bei der Auswahl der passenden Monitoring Lösung helfen.

PR-Monitoring – die Auswahl des passenden Werkzeugs ist entscheidend

PR-Monitoring ist zwar kein Hexenwerk, jedoch mit unterschiedlich viel Aufwand verbunden und Kosten – je nachdem, ob Sie Ihr PR-Monitoring selbst in die Hand nehmen oder ob Sie einen Dienstleister beauftragen.

Ein selbstständiges Monitoring mittels Websitecontrolling, Monitoring über Suchmaschinen, News Alerts sowie Blog- und Social Media Search ist zeitaufwendig und auch, wenn die einzelnen Tools nicht immer vollständige Ergebnisse liefern, kann man sich durch eine Kombination von verschiedenen Tools und Methoden einen guten Überblick verschaffen.

Besonders die kostenlosen Dienste bieten für Unternehmen mit knappen Budgets eine gute Möglichkeit, um ihre PR-Veröffentlichungen zu kontrollieren.

Für Agenturen und Großkonzerne stellt sich die Frage nach einem eigenständigen Monitoring in der Regel erst gar nicht. Die Anzahl an PR- und Kommunikationsmaßnahmen ist zu umfangreich, als dass sich der zeitliche Aufwand und die Ressourcen lohnen. Hier sollte der Fokus darauf liegen, die passende Monitoring-Lösung zu wählen. Die verschiedenen Anbieter unterscheiden haben oft einen Schwerpunktbereich, z.B. Social-Media-Monitoring oder bieten auch Influencer-Monitoring oder Trendanalysen an.

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Jacqueline Klein
Corporate Communications at ADENION GmbH
Nach ihrem Bachelorstudium in Germanistik und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen ist Jacqueline Klein jetzt zuständig für Corporate Communications bei der ADENION GmbH.

One thought on “Monitoring für PR-Veröffentlichungen”

  1. Danke für diese Übersicht! Für mich ist das die Aufforderung, wieder einmal ausgiebig zu experimentieren!

    Vielleicht ein wenig spät, aber hoffentlich noch rechtzeitig für den einen oder anderen Leser Ihres Blogs habe ich einen Lese-Tipp zu einer „Marktstudie Social Media Monitoring Tools“. http://research.iao.fraunhofer.de/ebusiness/download/index.php?request=Fraunhofer_Marktstudie_Social_Media_Monitoring_Tools_2010

    Worum es geht in der Marktstudie zu den Social-Media-Monitoring-Diensten erfährt man hier: http://www.iao.fraunhofer.de/geschaeftsfelder/informations-und-kommunikationstechnik/526.html?lang=de – daraus auch kurz kopiert: „[…]»Social Media Monitoring Tools« helfen, relevante Quellen im Social Web zu identifizieren, beobachten und analysieren. Für Unternehmen ist es aufgrund unterschiedlicher Funktionalitäten dieser Softwarewerkzeuge schwierig geeignete Lösungen auszuwählen. […] Außerdem untersucht das Fraunhofer IAO Chancen und Herausforderungen des Social Web und postuliert die Notwendigkeit eines gezielten Reputationsmanagements. Zielgruppe der Studie sind sowohl Geschäftsführung, Unternehmenskommunikation und Marketing als auch IT-Leute. […]“

    Der Download des PDFs (Achtung, fette 18 MB!) ist kostenlos (was ich ganz prima finde – danke dafür an das Fraunhofer IAO!). Zuerst muss man sich registrieren, der Download der Social-Media-Monitoring-Tool-Studie erfolgt dann über einen Link, den man zugeschickt bekommt.

    Das ganze ist auch zum Lesen sehr umfangreich, insgesamt ein 146-Seiten PDF-Dokument, und es geht in der Studie weit über das Web-Monitoring für PR und Öffentlichkeitsarbeit hinaus. Aber damit ist die Studie dann auch nahezu allumfassend, wie mir beim ersten Überfliegen scheint.

    Dargestellt werden die diversen IT-Lösungen für die Beobachtung und die Analyse von Informationen aller Art im Internet, ganz gleich ob zur Wettbewerbsbeobachtung, zum Reputationsmangagement, zum Customer Relationship Management, zum Kampagnen-Monitoring oder zur Influencer Detection. Es geht also richtig zur Sache.

    Auch zur Ad-hoc-Recherche im Internet mittels kostenfreier Social Media Monitoring Tools (Twazzup, Open Facebook Search, Social Mention, Boardreader … Kristin van Aken hat das ja auch schon gut präsentiert) bietet die Marktstudie vom IAO etliches an Informationen. Wer sich also für das Monitoring im Internet interessiert oder daran arbeitet, in seinem Unternehmen eine einheitliche Social Media Strategie umzusetzen und weiter zu entwickeln, dem bietet diese Marktstudie sicher gute Anregungen und eine fundierte Grundlage.

    Ich jedenfalls werde die eine oder andere (kostenlose) Software die nächsten Tage einmal ausprobieren. Und es schadet sicher nichts, auch über das professionelle Web-Monitoring mit kommerziellen und mächtigen Lösungen Bescheid zu wissen, selbst wenn gerade kein akuter Bedarf besteht.

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