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Black Friday – Wie Sie als Unternehmen vom Hype profitieren

Nach Thanksgiving, dem Feiertag, den wir in Deutschland als Erntedankfest bezeichnen, wird in den USA mit dem “Black Friday” offiziell die Shopping-Saison für Weihnachten eröffnet. 

Der Black Friday hat sich  zu einem regelrechten “Shopping-Feiertag” entwickelt. Frei nach dem Motto: Die Saison ist eröffnet, Weihnachten steht vor der Tür, die Malls und Online-Shops können gestürmt werden. Schon lange sind es nicht mehr nur materielle Güter, die am Black Friday, Cyber Monday oder während sogenannter Black Week(s), zu vergünstigten Preisen angeboten werden. 

Auch Software steht hoch im Kurs – davon können Sie beispielsweise bei adobe oder templatemonster aktuell profitieren. 

Der Black Friday ist im B2B-Bereich angekommen

Während der Black Friday im B2C-Geschäft schon Mainstream ist und man sich als Konsument kaum noch vor Angeboten retten kann, ist die Anzahl der B2B-Unternehmen, die mit Black Friday Angeboten werben, noch verhältnismäßig gering. Wie viel Potential der Black Friday B2B-Unternehmen bietet, zeigen Marktforschungsstudien eindeutig:

“Wie sinnvoll eine Beteiligung von B2B-Unternehmen am Black Friday sein kann, zeigt eine Umfrage der Hopp-Marktforschung aus 2018. Etwa 70 Prozent der befragten Online-Händler aus dem B2B-Bereich konnten durch Aktionen in dieser Zeit Neukunden gewinnen und 57 Prozent verzeichneten deutlich erhöhte Verkaufszahlen. Diese Zeit bietet für Unternehmen also nicht nur eine einzigartige Gelegenheit zur Umsatzsteigerung, sondern auch zur Neukundengewinnung.” (Quelle: marconomy)

Black Friday – warum Sie bei der Bewerbung besser auf andere Begriffe zurückgreifen sollten

Beim Werben mit dem Begriff “Black Friday” ist jedoch Vorsicht geboten.  Webseiten, die mit dem “Black Friday” werben, droht die Abmahnung. So wurde bereits der Portalbetreiber von black-friday.de Simon Gall von der chinesischen Firma Super Union Holdings Ltd. abgemahnt. Der Grund: Super Union Holdings Ltd. hat sich bereits im Januar 2014 die Rechte auf die Wortmarke “black friday” beim Deutschen Patent- und Markenamt sichern lassen. (Quelle: “Achtung Abmahnung: Warum Sie NICHT mit dem Begriff “BlackFriday” werben sollten” von Rechtsanwalt Sören Siebert, e-recht24.de).

Doch was sind geschützte Begriffe?

Es gibt weit mehr geschützte Begriffe als vermutet wird. So sind neben dem Begriff “Black Friday” auch viele bekannte Marken wie “Coca Cola”, “McDonalds” oder “iPhone” geschützt. Das Unternehmen, welches einen Begriff schützen lässt, besitzt die Rechte an diesem Markennamen. Wenn ein Begriff geschützt ist, dann bedeutet das, dass der Markeninhaber grundsätzlich ein exklusives Nutzungsrecht an diesem Begriff besitzt. Deswegen ist bei der Verwendung von Begriffen wie “Black Friday” Vorsicht geboten: Zur eigenen Werbung dürfen solche Begriffe nur eingeschränkt genutzt werden.

Weitere wichtige Informationen zu dem Thema “geschützte Begriffe” finden Sie im Beitrag : ”Recht und Online-Texte (Teil 2) – Geschützte Begriffe und wie Sie am besten mit ihnen umgehen

Wie Sie den Begriff “Black Friday” trotzdem für Ihr Marketing nutzen können 

Trotz der Abmahnwelle lassen sich die “Shopping-Feiertage” auch hierzulande nutzen, um potenzielle Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Wollen Sie zum Beispiel einfach nur über den Black Friday berichten, so wie in diesem Blogbeitrag, dann ist die Verwendung des Begriffs legal. Auch rein beschreibende oder umschreibende Begriffe sind erlaubt. Besondere Vorsicht ist bei der Verwendung von Logos und anderen Visuals geboten.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um eine Rechtsberatung handelt und im Zweifel ein Rechtsberater hinzugezogen werden sollte.

„Black Friday-Angebote“ ohne Strategie?

Wer ohne Strategie den Black Friday kapert und frei nach der Methodik des “Newsjacking” adaptiert, sollte sich jedoch nicht wundern, wenn die Rabattschlacht zum Verlustgeschäft für das Unternehmen wird. Denn nicht jeder Markt eignet sich für Black Friday, Cyber Monday oder Black Week(s) Angebote. Während die Kaufbereitschaft an den Tagen in Spanien mit 85 % am höchsten ist, sich Deutschland mit 66 % im Mittelfeld befindet, lohnen sich entsprechende Angebote für den japanischen Markt kaum, denn dort liegt die Kaufbereitschaft an den Tagen gerade einmal bei 17 %. (Quelle: Onetoone)

Black Friday, Cyber Monday, Black Weekend, Black week, Red Week – auf welchen Begriff soll ich bei der Bewerbung setzen?

Um den geschützten Begriff “Black Friday” zu umgehen, aber dennoch auf die Thematik aufzuspringen, sind die Unternehmen sehr kreativ geworden und haben eigene Wortkreationen erfunden. Bei der Verwendung des von Ihnen bevorzugten Begriffs für Ihre Angebote sollten Sie zuvor recherchieren, denn Begriffe können nicht nur geschützt sein, sondern je nach Land unterschiedlich oft verwendet werden.

Während in Deutschland der Begriff “Cyber Monday” am 26.11.2019 in den Online-Medien am häufigsten bei der Bewerbung und in Artikeln verwendet wurde,

Quelle: NewsRadar® 

sieht das Bild für Spanien schon anders aus. Unternehmen nutzten für die Bewerbung Ihrer “Black-Friday-Angebote” in den spanische Medien am 26.11. 2019 am häufigsten den Begriff “red week”. Der in Deutschland so beliebte Begriff “Cyber Monday” wurde in spanischen Medien vergleichsweise selten verwendet.

Quelle: NewsRadar® 

Wie mache ich auf mein Black Friday Angebot aufmerksam?

Selbstverständlich können Sie Ihre Community über Ihre Social Media Kanäle auf Ihr Angebot aufmerksam machen. Bei der Masse an Posts, die alle dieselben Hashtags und auffälligen Visuals verwenden, fällt es schwer, mit dem eigenen Angebot noch herauszustechen. Für die Social Media Kommunikation empfiehlt es sich daher, auf Emojis und GIF´s zu setzen, denn an dieser Stelle haben Sie mit etwas mehr Aufwand noch eine Möglichkeit, im Gedächtnis zu bleiben.

Setzen Sie auf eine crossmediale Verbreitung Ihres Black Friday Angebots

Neben den Social Media bietet Ihnen die Online-Welt noch viele weitere Möglichkeiten zur Bewerbung Ihres Angebots:

  • Veröffentlichen Sie eine Pressemittelung auf Newsseiten und Fachportalen
  • Buchen Sie einen “Sponsored Post” auf einen renommierten Fachmedium
  • Versenden sie einen Sondernewsletter an Ihre Kunden und Newsletter Abonnenten
  • Setzen Sie auf Social Advertising via Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn und Co.
  • Positionieren Sie auffällige Banner auf Ihrer Website
  • Gestalten Sie eine Landingpage für Ihr Angebot, auf welcher Sie weiterführende Informationen bieten

Wie sich der Black Friday auch für Sie lohnt?

Mit der richtigen Strategie, dem passenden Angebot und der richtigen Zielgruppenansprache, kann sich der Black Friday auch für Ihr Unternehmen zu einem der umsatzstärksten Tage im Jahr entwickeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in B2B oder im B2C Bereich tätig sind. Informieren Sie sich frühzeitig über geschützte Begriffe und behalten Sie im Blick, wie Sie welchen Markt ansprechen, dann wird auch Ihre nächste “Black-Friday-Kampagne” ein voller Erfolg.

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Jacqueline Klein
Corporate Communications at ADENION GmbH
Nach ihrem Bachelorstudium in Germanistik und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen ist Jacqueline Klein jetzt zuständig für Corporate Communications bei der ADENION GmbH.

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