Der gute Ruf im Internet
Ein Gastbeitrag von Robert Nabenhauer

Robert Nabenhauer
Robert Nabenhauer





Nicht nur Kritik, auch Lob spricht sich im Internet schnell herum. Darin liegt eine noch größere Chance für Unternehmen: Wer in einem sozialen Netzwerk empfohlen wird, hat in Sachen Glaubwürdigkeit schon gepunktet.






Vertrauen ist das A und O für den Erfolg von Empfehlungen
Wem würden Sie eher vertrauen: einem Werbespot oder der Empfehlung eines Bekannten aus dem gemeinsamen sozialen Netzwerk im Internet? Die Empfehlungen von Bekannten sind meist die, denen man eher glaubt. Daher ist es für Unternehmen unerlässlich, in den Netzwerken präsent zu sein und viele Bekannte zu gewinnen. Für jedes Fachgebiet gibt es inzwischen spezialisierte Internet-Foren. Die User, die häufig in einem Forum aktiv sind, können sich gegenseitig ziemlich gut einschätzen, da die Art der Postings einiges über die Absender verrät. Dadurch gewinnen die Informationen in den Foren einen noch höheren Wert: Selbst wenn die User sich nicht persönlich kennen, können sie doch einschätzen, wem zu vertrauen ist. Wenn ein User, der immer zuverlässige Informationen sendet, nun den Namen Ihres Unternehmens positiv bewertet und Ihre Produkte empfiehlt, hat das einen höheren Wert als eine Anzeige, die einfach überblättert wird.

Zuhören und reagieren
Auch in den Neuen Medien gelten die Regeln der Etikette. Dazu gehört, die Kunden zu beachten und ernst zu nehmen. Keine Resonanz zu bekommen ist unangenehm – und jeder hasst diese Situation. Daher sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dem anderen zuzuhören. Doch gerade bei der Online-Kommunikation wird diese simple Regel häufig missachtet.

Für Unternehmen bedeutet Zuhören: die eigene Zielgruppe im Internet kennenzulernen. Wie verhalten sich die potenziellen Kunden dort? In welchem Stil kommunizieren sie miteinander? Welche Fragen und Probleme bewegen sie? Ein Unternehmen, das seine Kunden kennt, wird erfolgreicher sein als der ignorante Mitbewerber, denn es kann seine Kommunikation an die Wünsche der Kunden anpassen. Pflegen die Kunden einen eher lässigen Stil, kann das Unternehmen sich auch in diesem Ton an sie wenden.

One-to-one und One-to-many Kommunikation einsetzen
Ein Unternehmen muss nicht mühsam das gesamte Internet nach Kunden durchforsten. Vielmehr kann es mit Hilfe der Neuen Medien selbst die Plattformen schaffen, auf der es mit seinen Kunden kommuniziert. So ist es relativ einfach, auf XING eine Gruppe zu einem Thema einzurichten, das zum Kerngeschäft des Unternehmens gehört. Für mein Verpackungsunternehmen habe ich beispielsweise die XINGGruppe „Folienverpackungen“ geschaffen. Diese moderiere ich und daher kenne ich meine Kunden. Wer für seinen Teil der Wirtschaft kein Forum findet, tut gut daran, eines zu gründen. Als Betreiber eines Forums profiliert er sich wiederum und steigert seine Bekanntheit. Allerdings gibt es Ausnahmen. Unternehmen, die ein Produkt vertreiben, das besonders tabuisiert oder exklusiv ist, sollten sich nicht auf die „one-to-many“-Kommunikation per Plattform verlassen. Hier ist vielmehr das „one-to-one“-Gespräch angesagt. Denn niemand möchte öffentlich etwa über Kondome diskutieren. Auch der Maybach-Fahrer möchte anonym bleiben. Denn als Nutzer eines elitären Produkts möchte er keinen Neid erzeugen, indem er die Aufmerksamkeit der Massen erregt. Außerdem hält er sich ohnehin für so wichtig, dass er eine individuelle Kommunikation erwartet. Daher sollte er vom Unternehmen unter allen Umständen persönlich angesprochen werden.

In der Wirtschaft ist es also wie beim Elternsprechtag: Manches sollte am besten für alle geklärt werden. Anderes wiederum gehört nicht an die Öffentlichkeit. Die Eltern des Klassenclowns wollen nicht vor den anderen Eltern ermahnt werden, ihren Nachwuchs besser unter Kontrolle zu bekommen. Aber wann die Zeugnisse ausgegeben werden, sollten alle erfahren dürfen.

Dieser Gastbeitrag ist ein Auszug aus dem Ratgeber „Ich kenn dich – darum kauf ich!“ von Robert Nabenhauer. Weitere Informationen und Leseproben stehen auf Presalesmarketing.com und Nabenhauer-Consulting.com bereit.

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Online-PR- und Social Media Manager at ADENION GmbH
Nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium zum Online-Redakteur an der Fachhochschule Köln begann Michael Schirrmacher ein 18-monatiges Volontariat im Bereich Online-PR und Social Media bei der ADENION GmbH. Seit über drei Jahren verantwortet er nun die Unternehmenskommunikation als leitender PR- und Social Media Manager.

2 thoughts on “Der gute Ruf im Internet
Ein Gastbeitrag von Robert Nabenhauer”

  1. Hallo Frau Marheine,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Da haben Sie natürlich Recht: ohne eine grundlegende Vertrauensbasis ist eine langfristige Etablierung im Business schwierig. Daher ist es wichtig, sich transparent und vielseitig im Internet zu präsentieren, um das Vertrauen der Zielgruppen zu gewinnen und das Unternehmen mit all seinen Facetten darzustellen. Eine einzige Pressemitteilung zum Unternehmen und seinen Angeboten reicht oftmals für eine nachhaltige Kundenbindung bzw. den erfolgreichen Geschäftsabschluss nicht aus. Da heißt es, sich Zeit zu nehmen für eine umfassende Informationspolitik und eine enge Dialogführung mit den Zielgruppen.

    Viele Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

    Michael Schirrmacher, PR-Gateway

  2. Ohne Vertrauen geht mal gar nichts! Entweder kennt man eine Plattform schon und vertraut auf die bereits dort georderten Produkte oder man hat Vertrauen in die Person, welche auf dieser Plattform sein Produkt oder seine Dienstleistung präsentiert hat.

    Keiner ordert beim ersten Kontakt gleich bzw. dann möglichst auch zu einen höheren Betrag. Das ist im Geschäft kaum anders als im Online-Handel. Vertrauen wird nicht ohne Grund als die Währung des Internet bezeichnet. Es sind viele Kontakte nötig, bis Geld wirklich fliesst. Dieser Aufbau dauert eine ganze Zeit, was von den meisten Startern in diesem Bereich sehr stark unterschätzt wird.

    Michael Marheine

    Autor Michael Marheine bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu den Themen Social Media und Online-Marketing, SEO sowie E-Mail-, Video-, Affiliate- und Mobile Marketing etc., durchlebte alle Stufen vom Angestellten. Startup, Selbständigen, erfolgreichen Unternehmer bis hin zum Unabhängigen (Unternehmer).

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