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Kooperation zur Beendigung des Schnabelkürzens

12.08.2010 Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) kooperieren, um das schmerzhafte Schnabelkürzen bei Legehennen zu beenden.
In Deutschland werden Legehennen in aller Regel die mit Nerven durchsetzten Schnabelspitzen abgetrennt - Der Grund für dieses Vorgehen ist, dass sich Hennen mit ungekürzten Schnäbeln gegenseitig verletzen und sogar töten können, wenn nicht gründlich darauf geachtet wird, bei der Haltung der Tiere verschiedene Stressfaktoren zu minimieren.
»Wir wollen Produzenten, Behörden, Wissenschaftler, Futtermittelhersteller, den Lebensmitteleinzelhandel und weitere Tierschutzorganisationen an einen Tisch bringen, um Lösungen für dieses Problem zu erarbeiten«, sagt Caspar von der Crone, Geschäftsführer von KAT.
Vorbild ist dabei Österreich, wo es gelang, das Schnabelkürzen praktisch vollständig zu beenden und gleichzeitig eine bessere Tiergesundheit zu erzielen. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hat das Vorgehen in Österreich sowie die Erfolgsfaktoren des Projekts in einem zwölfseitigen Papier zusammengefasst. Jetzt gilt es, sich diese Erfahrungen auch hierzulande zu nutzen.
»Das routinemäßige Schnabelkürzen verstößt unserer Meinung nach gegen das Tierschutzgesetz. Es ist sehr erfreulich, dass erste wichtige Akteure der Eierindustrie trotz bislang mangelnder Mitwirkung des Aigner-Ministeriums auf unserem Vorschlag eingegangen sind, gemeinsam mit uns und anderen Lösungen zu entwickeln«, erläutert Rechtsanwalt Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich gegen die tierquälerische Massentierhaltung ein. Mehr erfahren Sie auf http://albert-schweitzer-stiftung.de.

Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung e.V. (KAT) Bonn, ist die wichtigste Instanz bei der Prüfung von Eiern aus alternativen Hennenhaltungssystemen. Ziel von KAT ist, dass alle Systemteilnehmer sowohl in Deutschland als auch in anderen EU-Ländern die festgelegten Kriterien für die alternative Legehennenhaltung einheitlich umsetzen.

Firmenbeschreibung
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wurde im Jahr 2000 von Rechtsanwalt Wolfgang Schindler als politisch und weltanschaulich ungebundene Tierschutzorganisation gegründet. Ihren Namen erhielt die Stiftung von Rhena Schweitzer, der Tochter Albert Schweitzers.
Die Aufgabe der Stiftung ist es, möglichst viel Leid zu lindern. Deshalb setzt sie sich vor allem für die sogenannten »Nutztiere« ein. Mit 60 Milliarden Tieren, die jedes Jahr unter meist unvorstellbaren Bedingungen kostenoptimiert gemästet und getötet werden, ist das Engagement für diese Tiere die wohl größte Tierschutz-Aufgabe, der man sich stellen kann.
Die Stiftung wirkt darauf hin, Haltungsbedingungen zu verbessern sowie die Überzüchtung (Qualzucht) der Tiere zurückzufahren. Außerdem stärkt die Stiftung die vegetarische und vegane Idee als konsequenteste Form des Tierschutzes.
Pressemitteilung 'Kooperation zur Beendigung des Schnabelkürzens' veröffentlicht über PR-Gateway auf vielen namhaften Presseportalen