Wie erstelle ich einen gut gepflegten Presseverteiler?

5 Tipps, wie Dir mit einem Presseverteiler die reichweitenstarke Veröffentlichung Deiner Pressemitteilungen gelingt

5 Tipps - Presseverteiler erstellen

Einen gut gepflegten Presseverteiler erstellen lohnt sich – mehr Reichweite für Deine Pressemitteilungen sind der Lohn.

Ein Presseverteiler gehört zum Grundrepertoire erfolgreicher Public Relations. Sowohl bei der klassischen PR als auch bei der Online-Kommunikation ist es wichtig, mit den richtigen Quellen und Kontakten zu arbeiten, um die Reichweite veröffentlichter Pressemitteilungen spürbar zu steigern.

 

Klassischer Presseverteiler vs. Online Presseverteiler

Die klassische PR und die Online-PR haben beide das gleiche Ziel: mit Unternehmensinformationen Endkonsumenten (B2C) und potenzielle Geschäftspartner (B2B) von den eigenen Angeboten zu überzeugen und, im Optimalfall, langfristig an das Unternehmen zu binden. Der Weg zu diesem Ziel ist jedoch verschieden und beeinflusst die Erstellung des Presseverteilers. Während die klassische Press Relations ihre Ansprache auf Journalisten und Redaktionen ausrichtet, richtet die digitale Public Relations ihre Inhalte direkt an die Zielgruppen, sprich: direkt an Interessenten und Kunden. Somit besteht der klassische Presseverteiler überwiegend aus journalistischen Kontakten. Der Online Presseverteiler vereint dagegen Journalisten- und Zielgruppen-Kanäle und ermöglicht somit eine flexiblere Ansprache und Veröffentlichung Deiner Pressemitteilungen.

Wenn Du gerade damit beginnst, einen Presseverteiler zu erstellen, erleichtern Dir die folgenden 5 Tipps den Start.

 

5 Tipps: Wie erstelle ich einen Presseverteiler?

 

1. Definiere Deine Zielgruppe

Ein gut gepflegter Presseverteiler lebt davon, welche Kontakte Du ausgewählt hast. Bevor Du also fleißig einen Presseverteiler erstellst, beantworte Dir folgende Fragen:

  • In welchen Medien möchtest Du mit Deinen Pressemitteilungen erscheinen?
  • Welche Publikums- bzw. Fachzeitschriften liest Deine Zielgruppe?
  • Auf welchen Portalen und Social Media ist Deine Zielgruppe angemeldet?
  • Welche Blogs und Online Magazine konsumiert Deine Zielgruppe?

Mit den Erkenntnissen aus diesen Fragen kannst Du Deine Zielgruppe detaillierter darstellen und somit auch Deinen Presseverteiler detaillierter und zielgerichteter erstellen. Antworten erhältst Du nicht nur in Eigenrecherche, sondern auch im direkten Dialog mit Interessenten und Kunden. Deine Vertriebs- und Support-Abteilung, sofern vorhanden, können Dir beispielsweise Auskunft über das Konsumverhalten, die Fragen, Probleme und Herausforderungen geben. Ergebnisse lassen sich auch im direkten Kundengespräch und über gezielte Umfragen ermitteln.

2. Klassik trifft auf Moderne: Nutze Google zur Eigenrecherche

Wer früher etwas wissen wollte, der hat im Lexikon nachgeschlagen. Heute ist ein großer Teil des Wissens in einer Maschine gebündelt: der Suchmaschine Google. Viele Internetnutzer setzen Google zur Eigenrecherche ein, um sich relevanten Content anzeigen zu lassen. Für die Erstellung Deines Presseverteilers kannst Du es ihnen gleichtun. Überlege Dir für eine differenzierte Suche bei Google:

  • Was sind die Themen, Fragen, Probleme und Herausforderungen meiner Zielgruppe?
  • Wonach sucht meine Zielgruppe im Internet?
  • Welche Begriffe verwendet meine Zielgruppe zur Recherche über Google?

So kannst Du Quellen und Kontakte recherchieren, die Deine Interessenten und Kunden regelmäßig aufsuchen, um sich zu informieren. Ein Presseverteiler mit diesen Quellen und Kontakten ist besonders wertvoll, da Du mit veröffentlichten Pressemitteilungen einen direkten Kontakt zu Deiner Zielgruppe herstellen kannst. Die Influencer-Suchmaschine Influma (Influencer = Meinungsmacher, Markenbotschafter, Multiplikator) unterstützt Dich zusätzlich bei der gezielten, themen- und zielgruppenorientierten Recherche nach neuen Kontakten und Quellen, die Du effektiv in Deine PR Maßnahmen einfließen lassen kannst.

Wenn Du mehr zum Thema Influencer und Influencer Marketing erfahren möchtest, kann ich Dir folgenden Blogbeitrag empfehlen:

„Was ist Influencer Marketing?“

3. Nutze Anlaufstellen für Kontaktadressen

Kontaktdaten sind ein wichtiger Bestandteil eines Presseverteilers. Doch häufig verläuft sich die Eigenrecherche nach validen Kontaktadressen im Sand. Damit Du nicht vergebens nach Angaben zu Ansprechpartnern, Telefonnummern und E-Mail-Adressen suchen musst, findest Du im Internet zwei nützliche Anlaufstellen:

Zimpel - Datenbank für Journalistenadressen

Zimpel ist für alte PR-Hasen schon lange kein Neuland mehr, sondern eine wichtige Adresse für die manuelle Erstellung eines Presseverteilers.

4. Falle nicht mit der Tür ins Haus

Ein guter Presseverteiler besteht aus zahlreichen Quellen und Kontakten und in erster Linie aus Menschen. Daher ist der respektvolle Umgang untereinander essenziell, um auch langfristig von diesen Kontakten zu profitieren. Recherchierte Kontakte solltest Du daher nicht ungefragt in Deinen Presseverteiler einbinden, sondern Dich erst einmal bei diesem vorstellen, Dein Interesse bekunden und eine Anfrage starten, ob Deine Unternehmensinformationen in das Beuteschema des Gegenübers passen. Schreibe eine kurze E-Mail oder greife zum Telefon und vergesse dabei nicht folgende wichtige Punkte:

  • Stelle Dich vor. Wer bist Du? Für welches Unternehmen arbeitest Du? Welche Position bekleidest Du?
  • Zeige Interesse für die Themen und Inhalte des Kontakts. Gehe auch explizit auf einzelne Artikel ein, um zu zeigen, dass Du dich intensiv mit den Inhalten beschäftigt hast.
  • Erläutere den Grund Deines Schreibens bzw. Telefonats. Stelle den Vorteil für beide Seiten heraus. Erkläre, wie die Leser von Deinen Inhalten profitieren.
  • Lasse Deinem Kontakt genügend Sendezeit, um seine Sicht der Dinge vorzutragen. Auch wenn seine Worte wie eine Absage klingen: Überlege, ob Du Deine Ausführungen entsprechend seiner Wünsche anpassen kannst.
  • Gebe Deinem Gesprächspartner Bedenkzeit, um sich den Vorschlag durch den Kopf gehen zu lassen. Hinterlasse Deine Kontaktdaten und zeige Dich erfreut über eine mögliche, positive Rückmeldung.

5. Stärke Deine Online PR mit einem Online Presseverteiler

95 Prozent der Journalisten nutzen Google als Rechercheinstrument, um sich über aktuelle Themen zu informieren oder weiterführende Informationen zu erhalten. Rund 64 Prozent der redaktionellen Zunft besuchen zudem Presseportale (Quelle: newsaktuell). Hinzu kommt, dass das Internet sich als primäre Informationsquelle in der Gesellschaft etabliert und deutlich mehr Vertrauen genießt als die klassische Print-Zeitung (37 Prozent, Quelle: Trust Barometer Edelman). Ein gut gepflegter Online Presseverteiler, bestehend aus Presseportalen, Social Media, Dokumenten- und Bilder-Netzwerken unterstützt Dich dabei, Deine Unternehmensinformationen auch weitreichend im Internet zu platzieren. Die zahlreichen digitalen Kommunikationskanäle bringen Deine Inhalte in die Suchmaschinen und damit direkt in die Öffentlichkeit. Online Presseverteiler wie PR-Gateway führen eine zeitfressende und ressourcenraubende manuelle Veröffentlichung ad absurdum. Du kannst Dir Deinen eigenen individuellen Presseverteiler für Deine Online PR erstellen und so selbst entscheiden, was Du wo und wann publizieren möchtest. Frei gewordene Ressourcen lassen sich so besser in weitere, ebenfalls wichtige Projekte umleiten, zum Beispiel in den direkten Dialog mit den Zielgruppen.

Michael Schirrmacher
Online-PR- und Social Media Manager at ADENION GmbH
Nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium zum Online-Redakteur an der Fachhochschule Köln begann Michael Schirrmacher ein 18-monatiges Volontariat im Bereich Online-PR und Social Media bei der ADENION GmbH. Seit über drei Jahren verantwortet er nun die Unternehmenskommunikation als leitender PR- und Social Media Manager.